Die Fotos vom SKD findest du hier.

Die Rangliste vom SKD findest du hier.

 

Über fünfzig Fahrer bezwangen letzten Samstag in gut hundert Fahrten quasi unfallfrei die neue Seifenkisten-Rennstrecke vom Jublahaus hinunter zum Restaurant Löwen. Die Jungwacht Ruswil blickt auf einen feuchtfröhlichen, gelungenen Anlass zurück.

 

Als Renaissance der Seifenkisten wurde es angekündigt, eine Renaissance ist es geworden. Trotz mässig begeisterndem Wetter, dem Umstand einer neuen, noch nie befahrenen Strecke und einem breiten Angebot an anderen Tätigkeiten, fand sich am Samstag, 9. September 2017, zwischen 13:00 und 17:30 Uhr eine grosse Anzahl von Seifenkisten-Rennfahrern wie –Begeisterten an der rund 260 Meter langen Strecke auf der Schwerzistrasse ein. Nachdem der Anlass in den letzten Jahren häufig wegen schlechtem Wetter abgesagt werden musste, deswegen an Popularität eingebüsst hat und bei den wenigen doch zustande gekommenen Durchführungen relativ dezentral ausgetragen wurde, freute der grosse Besucherauflauf den ganzen Verein. Nach Ansicht des Organisationskomitees hat sich die Durchführung trotz der schlechten Wetterprognose sehr gelohnt. Der Umstand, dass die Strecke den ganzen Nachmittag lang geöffnet war, erlaubte es den Fahrern, mittels einer ersten Abfahrt die Bedingungen und Hindernisse abzutasten und darauf ihren Fahrstil in eventuellen weiteren Abfahrten anzupassen. Dementsprechend kam es auch zu keinen Verletzten durch Unfälle, auch wenn es durchaus vorkommen konnte, dass kreative Fahrer rückwärts durchs Ziel fuhren.

 

Auch vereinsexterne Fahrer am Start

Während die meisten der Fahrer Mitglieder der Jungwacht Ruswil waren, trugen vier Gastteams, ein spontaner Vater sowie ein mutiges Blauringmädchen ihren eigenen Wettbewerb um die Plätze der Externen-Rangliste aus. Wie jeder Jungwachtjahrgang erschienen auch die Vereine Walk The Line, die Feuerwehr St. Mauritius Grossruswil, das Schuffel-Team und die Nastüechlikurve mit ihren selbstgebauten Kisten, die teilweise durchaus auch als Feuerwehrauto, (Saat-)Streugerät oder Schneepflug verwendet werden konnten. Grosse Begeisterung rief zudem eine von einer Familie ebenfalls selbstgebaute Seifenkiste hervor. So hielte denn theoretisch auch einer der Gastfahrer den Streckenrekord: Innerhalb von kurzatmigen 22 Sekunden und 42 Hundertstel brachte David Bühlmann vom Schuffel-Team die Strecke hinter sich. Da er dabei aber mehr oder weniger sämtliche Hindernisse umfuhr, anstatt um sie herum zu fahren, wurden ihm einige Strafsekunden aufgebrummt – zugunsten von Claudio Sieber von der Nastüechlikurve, der mit 28,42 Sekunden, der regelkonformen und offiziell anerkannten Bestzeit des Seifenkistenderbys 2017, auf den ersten Platz der Gästeliste fuhr. Im wahrsten Sinne nur wenige Hundertstelsekunden langsamer war der schnellste Jungwachtgiel: Paul Halter donnerte nach 28,56 Sekunden durch die Lichtschranke am Ziel, was ihm ermöglichte, am Schluss des Rennens den Wanderpokal in die Höhe zu stemmen.